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Neues Jobprogramm für Arbeitslose erreicht viele nicht

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Das neue Jobprogramm für Langzeitarbeitslose erreicht viele Betroffene nach Ansicht von Gewerkschaften zu spät. Bedingung für die Förderung ist sechs Jahre Bezug von Hartz IV innerhalb von sieben Jahren. «Die Chance auf eine Teilhabe sollte weit früher beginnen», kritisierte Annelie Buntenbach aus dem Vorstand des Deutschen Gewerkschaftsbunds.

Kurz zuvor hatten Union und SPD ihre ursprünglichen Pläne noch abgeändert: Die Jobcenter sollen bei den geförderten Jobs nicht wie zunächst vorgesehen nur Mindestlohn zahlen dürfen, sondern den im betreffenden Unternehmen geltenden Tariflohn. Das hatte unter anderem der DGB zuvor gefordert. Die Gewerkschaften hatten befürchtet, dass Arbeitgeber, die Tariflohn zahlen, auf einer Förderlücke hängenbleiben könnten, wenn sie vom Jobcenter nur den Mindestlohn erstattet bekämen. Dann entstünden die neuen Arbeitsplätze automatisch vor allem dort, wo Mindestlohn gezahlt werde und der Niedriglohnbereich wachse. Mit dem neuen Programm sollen Jobcenter ab 2019 geeignete über 25-jährige Langzeitarbeitslose identifizieren und an Arbeitgeber vermitteln, die mit ihnen Arbeitsverträge für fünf Jahre abschließen. So lange soll der Job gefördert werden können - in den ersten beiden Jahren mit 100 Prozent, dann jährlich um 10 Prozentpunkte weniger. (dpa)