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Arbeitslosigkeit kann noch weiter sinken

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Der Abbau der Arbeitslosigkeit in Deutschland ist nach Ansicht von Experten noch nicht an ein Ende gekommen. «Auch im dreizehnten Jahr des Arbeitsmarktaufschwungs sprechen viele Fakten dafür, dass der Punkt, an dem "nichts mehr geht", noch nicht erreicht ist», heißt es in einer am Dienstag (9. April) veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg.

Sowohl der historische Vergleich mit den 1960er Jahren als auch die nach wie vor dynamische Entwicklung bei der kürzer werdenden Dauer der Arbeitslosigkeit deuteten darauf hin, dass ein weiterer Rückgang möglich ist, schreiben die beiden IAB-Forscher Christian Hutter und Enzo Weber. 1965 habe bei 147 000 Arbeitslosen in Westdeutschland praktisch Vollbeschäftigung geherrscht, die durchschnittliche Arbeitslosigkeit habe damals gut vier Wochen betragen. «Dies entspricht lediglich einem Drittel der aktuellen Dauer - ein Indiz dafür, dass es noch Spielraum für eine weitere Reduktion der Arbeitslosenzahlen im SGB III gibt», schreiben die beiden Autoren. Das Kürzel SGB III steht für das dritte Sozialgesetzbuch. Darin ist die staatliche Arbeitsförderung geregelt. Nach Einschätzung der Studie dürfte sich in den 2020er Jahren zudem der Nachwuchsmangel günstig auf die Arbeitslosigkeit auswirken. Allerdings sei nicht zu erwarten, dass heute selbst unter Vollbeschäftigung ähnlich wenige Menschen arbeitslos gemeldet wären wie in den 1960er Jahren. Denn Arbeiterschaft und Berufe seien um einiges heterogener und die Abläufe am Arbeitsmarkt komplexer geworden. (Text: dpa)